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Neue Features für künftige Versionen von SQL Server

1. April 2014

Zeitgleich mit dem Erscheinungstermin von SQL Server 2014 sind in Insider-Kreisen vereinzelte Infos über geplante Features für die nächsten Versionen von SQL Server durchgesickert. Da die Features alle noch in einem frühen Entwicklungsstadium sind, ist allerdings leider noch nicht abzusehen, in welcher Version von SQL Server diese implementiert werden.

Neues Energiespar-Feature – „Always-Off“

Die Energiepreise steigen in den letzten Jahren stetig. So ist es nur konsequent, dass im Zuge der „Green-IT“ auch über Energiesparmöglichkeiten bei SQL Servern nachgedacht wird. Unter dem Codenamen „Always-Off“ wird derzeit an einer Technologie gearbeitet, mit der SQL Server überwiegend quasi im Standby-Betrieb laufen und damit kaum Strom verbrauchen. Sobald Datenbank-Abfragen eintreffen, wechseln diese möglichst schnell wieder in den aktiven Modus zurück. Die daraus resultierenden erhöhten Latenzzeiten werden durch die kürzeren Boot-Zeiten der aktuellen Betriebssystemgeneration sowie durch hochperformante SSD-Platten möglichst gering gehalten. Erfolgt dann innerhalb einer gewissen Zeit keine weitere Abfrage, wechselt der Server wieder in den Standby-Betrieb zurück. Natürlich ist dieses Feature nicht für Umgebungen sinnvoll, die hochverfügbar sein müssen. Interessanter dürfte das Feature beispielsweise für Archivlösungen sein, in denen nur sporadisch Datenbankzugriffe erfolgen und eine Latenzzeit von wenigen Sekunden verschmerzbar ist.

Neue Form des Index-Alignment

Performance-Themen spielen seit einigen Jahren eine große Rolle bei jeder neuen SQL Server Version. So wird zur Zeit an einer neuen Variante des Index-Alignment gearbeitet, bei der – basierend auf Zugriffsstatistiken – die am meisten genutzten Daten an den Anfang des Indexes verschoben werden. Da das Erstellen dieser Statistiken selbst einen gewissen Verwaltungsoverhead mit sich bringt, muss dieses Feature über eine Datenbankoption erst einmal generell aktiviert werden. Anschließend können einzelne Indizes über eine ALTER-Anweisung so konfiguriert werden, dass diese das neue Index Alignment nutzen. Dafür ist bisher die folgende Syntax vorgesehen:

ALTER INDEX IX_IndexName ON Schema.Tabelle ALIGN FOR FASTSEEK

Neuer Datentyp: Pocket Money

Für Kleinbeträge, bei denen auch eine Genauigkeit von lediglich 3 Stellen (nicht 4 wie bei money und smallmoney) hinter dem Komma ausreicht ist ein neuer Datentyp namens Pocket Money geplant. Vorteil dabei ist, dass dieser Datentyp lediglich 2 Bytes benötigt. Hier eine Übersicht der dann verfügbaren Währungs-Datentypen mit deren Speicherbedarf und Wertebereichen:

  •  money (8 Bytes): -922,337,203,685,477.5808 bis 922,337,203,685,477.5807
  • smallmoney (4 Bytes): – 214,748.3648 bis 214,748.3647
  • pocketmoney (2 Bytes): -32.768 bis 32.767

Neuer Datentyp: varchar(min) / nvarchar(min)

Auch im Bereich der alphanumerischen Datentypen sind neue Varianten angedacht. Allerdings handelt es sich dabei streng genommen lediglich um Aliasse für bereits bestehende Datentypen, mit denen verhindert werden soll, dass unbedarfte SQL Server Anwender varchar/nvarchar-Spalten mit Längen definieren, bei denen der Speicherbedarf höher ist, als mit den vergleichbaren char/nchar-Varianten. Die neuen Datentypen varchar(min) und nvarchar(min) definieren damit die kleinstmögliche Breite, ab der die Verwendung eines alphanumerischen Datentyps variabler Länge sinnvoll sein kann. Somit entspricht varchar(min) dem Datentyp varchar(4), während nvarchar(min) eigentlich dasselbe ist, wie nvarchar(2).

Die hier aufgezählten Features sind nur eine kleine Auswahl von geplanten oder teilweise bereits in Entwicklung befindlichen Neuerungen. Die Zeit wird zeigen, welche davon auch morgen noch in der Planung bleiben.

 

From → News, SQL Server

2 Kommentare
  1. Christian Gräfe permalink

    Grins….. April Aprill mag ich da nur sagen.
    Btw.: Sind sie auf dem CGI-KnowHow-Day am 15.05. ?

    Gruß
    Christian

    • Auf dem CGI-KnowHow-Day war ich leider nicht, aber mittlerweile haben wir uns ja beim der PASS Regionalgruppe Rhein-Main getroffen.
      Viele Grüße, Robert

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